Heute mal ein bisschen Text vorab. :)
Endlich gibt es den versprochenen und lang ersehnten Foodporn-Post aus Korea! Vorab muss ich mich für die Qualität entschuldigen: nicht immer hatte ich meine DSLR im Schlepptau (sorry Baby), daher musste mein S2 herhalten. Macht zwar auch super Bilder, aber im Vergleich zu meiner Spiegelreflex ist es doch ein Witz. Und die meisten Fotos sind nicht bearbeitet, weil ich schlicht weg zu faul dafür war. Außer dem ersten Bild sind alle natura geblieben.
Zusätzlich muss ich euch ganz dringend warnen. Der folgende Post ist nichts für schwache Nerven, leere Mägen und den unterdrückten Appetit. Hiermit übernehme ich keinerlei Verantwortung, wenn ihr plötzlich den Kühlschrank verzweifelt überfallt, eure(n) Freund(in), Mutter/Vater, Schwester/Bruder, Tochter/Sohn etc. etc. flehend um ein Ticket nach Seoul oder eine Fahrt in das nächste Asia Restaurant anfleht oder ihr sabbernd euren Monitor abschlabbert mit der Hoffnung, wenigstens einer eurer Geschmacksknospen könnte irgendwas außer warmes Plastik/Glas und Staub schmecken.
Wie gesagt, auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder. Oder eben andersherum.
Den Anfang macht eines meiner absoluten All Time Favorurites. Udon! Herrje, wie gern ich gerade eine Schüssel von den Nudeln hätte ... Mit einer guten Portion Odeng und vielen knusprig frittierten Garnelen ... Nomnomnom.
My sister's gonna die for it. Really. She absolutely love this shit. Called Samgyeobsal.
Fetter Schweinebauch, der über dem Holzkohlegrill kross gebraten wird. Ich mag's nicht allzu sehr. Schweinefleisch generell nicht. Ist mir einfach zu heavy und fettig. Viel lieber mag ich die leichtere Variante rechts unten in der Collage. Galmaegisal genannt. Nicht ganz so viel Fett und nomnomnom!
Kommen wir nun zu etwas Klassischem und eines meiner Lieblingsgerichte, welches immer geht! Bibimbap ist wohl auch unter Ausländern eines der bekanntesten Gerichte und auch ganz gern gegessen. Am liebsten esse ich es im Hot Stone Bowl, der das letzte Stück Reis immer noch ein bisschen kross macht. Ich liiiebe es! (Das beste Bibimbap gibt es im Übrigen im Gogung in Insadong! Absoluter Geheimtipp von mir!!)
Doenjang JJigae ist auch etwas, was ich immer und sogar tagelang hintereinander weg essen könnte, ohne es leid zu werden. In Korea bestand bestimmt jedes dritte Essen von mir aus einer Schale Reis und dem Eintopf, da ich diese gute, traditionelle Mahlzeit einfach so viel wie möglich original genießen musste. Zwar kann ich es glücklicherweise auch hier in Deutschland essen (nicht so wie Udon, viiiel zu teuer und das aus der Packung ist eine Beleidigung!! T_T), aber habt ihr denn jemals einen aus Korea gegessen?! Da liegen Welten dazwischen ...
Meine Mutter isst Kalguksu für ihr Leben gern (rechts im Bild). Mir hat es nicht allzu gut geschmeckt, obwohl wir in einem der bekanntesten und ältesten Restaurants in Hongdae dafür waren und ich eigentlich Nudelsuppen ebenfalls liebe. Dafür war das Bibimnaengmyon ziemlich gut. :)
Oh shiiit man! Oh shit, oh shit, oh shit ... Wisst ihr, was mein absolutes liebstes Fleisch ist?? Genau, ihr seht's oben. Speziell marinierte Rinderrippen über Holzkohle gebraten. Kurz: Galbi. Oh, was würde ich alles für ein kleines Stück von diesem butterzarten, aromatischen und köstlichen Fleisch tun ... *o*
Zweimal gingen wir auch eine Art Baekban essen, heißt: man kriegt zum üblichen Reis gefühlte hundert Schälchen von Beilagen, welche den Tisch überfüllen, während man sich genüsslich an ihnen tut. Zusätzlich haben wir einmal Hwangtae Gui (getrockneter, marinierter Fisch) und für meine Schwester noch einmal Samgyeobsal bestellt. Ich sag's doch, sie ist verrückt danach.
Auf den zwei oberen Bildern dürft ihr Bekanntschaft mit dem superleckeren Galbijjim machen! Genau, dasselbe Rindfleisch wie auf ein paar Fotos davor, nur eben gekocht mit Nüssen, Pilzen und Ginkgo. Wie ihr es euch bestimmt schon denken könnt liiiebe ich es abgöttisch. Nomnomnom. Galbi ist eben mein Spezialgebiet.
Darunter etwas chinesisch (jaja, das ist relativ, deutsche Peking-Ente ist auch keine richtige chinesische Peking-Ente ...), nämlich Tangsuyuk. Daneben seht ihr eine Schüssel mit Jajangmyeon. Beide Gerichte kenne ich schon von Kind auf und esse ich noch immer gern. :)
Natürlich darf auch etwas japanisch nicht fehlen, wenn man schon in Ostasien seine Zeit vertreibt. Meine Schwester hatte eine scharfe Nudelsuppe und ich zweimal California Maki. Ja, zwei Portionen. Vielleicht sieht man's mir absolut nicht an, aber ich bin ich Vielfraß ... Zumindest bei Essen, was ich auch wirklich gern esse.
Koreanisches Sushi ist sooo viel anders als das, was hier angeboten wird. Okay, der Inhalt ist ähnlich (statt Surimi echte Garnelen! Immer!) und ansonsten sieht's auch gleich aus ... Aber kennt ihr Strawberry Sauce und ich glaub, Pineapple Sauce war's, dazu? Oder Crunchies wie oben rechts im Bild? Nein? Schade, es ist echt ein Geschmackserlebnis gewesen.
Es wird westlich. Pasta. Eigentlich bin ich kein Fan von verasiatischten europäischen Gerichten, da ich ja schon in den Genuss kam "Originale" zu probieren (außer die Gerichte bei meiner Tante im Restaurant: GÖTTLICH!), aber in den letzten Jahren habe ich mich langsam herangetraut. Erst Pasta, Brot und Sandwiches. Sogar Pizza. Pizza! Damit konnte man mich früher jagen. Die Koreaner sind so crazy und packen Fleisch und Meeresfrüchte und Obst und Gemüse alles zusammen rauf. Genauso strange schmeckt es dann. Naa, whatever, dieses Mal hat es geschmeckt.
Aber ihr wisst nicht, wie scharf meine Pasta war ... Tomatensoße mit Büffelmozzarella klang so unglaublich verführerisch, aber hätte ich gewusst, wie scharf es wäre ... *chrm chrm* Über den höchsten Schärfegrad des deutschen Otto-Normal-Verbrauchers lache ich mir ja ins Fäustchen, das war definitiv eine ganz andere Liga ... Uah.
Yummy yummy yummy, I love fast food! Unfortunately too much.
Kraze Burger macht echt gutes Zeug. Burger, Sandwiches und sogar Salate. Deren Caesar Salad war der beste, den ich bisher gegessen habe.
Flugzeugfutter. Urgs. In Hunderten von Metern Höhe gibt es auf dem Langstreckenflug von Europa nach Korea immer zwei Mahlzeiten. Zum ersten Mal habe ich Mittag- und Abendessen bekommen (sonst gab es Frühstück ...). Und dieses Mal war es sogar nicht allzu fürchterlich. Zwar haben meine Schwester und ich wie immer mordshungrig den Flieger verlassen und bei den Essenszeiten mit Übelkeit gekämpft (sie kann den Essensgeruch plus die schlechte Luft nicht ab), aber diese eigentlich Diätnudeln waren ganz okay (der Salat mit dem ominösen Lachs blieb aber liegen).
Last but not least: die Desserts! Koreas Konditoreien bieten so unglaubliche Kreationen von Torten und Kuchen, das ist immer wieder ein ewiges vor-dem-Schaufenster-stehen-und-wie-ein-Depp-starren wert. Natürlich sind sie preislich etwas teuer, aber man gönnt sich ja sonst nix, oder? ^^
Links oben der Geburtstagskuchen von meiner Schwester und rechts unten Patbingsu. Unglaublich lecker und sooo erfrischend im Sommer! Will das auch hier in Deutschland haben. :'(
Vielleicht kennt ihr Baskin Robbins aus den Staaten. Für mich ist vielleicht das beste Eis der Welt.
Das war mein großer, kulinarischer Exkurs in die Seoul'schen Küchen. Ich hoffe ihr hattet Spaß dabei und jetzt könnt ihr versuchen, euren Appetit stillen zu gehen.