Kolumne #7: Fashion Week #SS17 Recap - Modemenschen, Spaß & Alkohol

Monday, July 04, 2016


Jede Saison nehme ich mir vor, nicht so viel zu machen und dann ist mein Kalender doch mit Termin vollgeknallt und Prioritäten bleiben plötzlich auf der Strecke. Dieses Jahr habe ich vier Messen, zwei (von drei) Shows, zwei Events und eine Party besucht. Rückblickend doch wieder viel zu viel. Aber immer wieder erstaunlich, dass ich nicht daraus lerne und immer wieder etwas Neues entdecke. Quasi wie ein dummes Kleinkind, das zum ersten Mal in die Welt hinausgelassen wurde.



Mittlerweile sind genau zwei Jahre vergangen, als ich das erste Mal auf der Fashion Week war. 2014 zur SS/15 bei Rebekka Ruétz im Erika-Heß-Stadion. Ich hab also quasi eine kleinen Geburtstag gefeiert. Aber natürlich nur ganz cool im Stillen, anders gehört sich das nicht. Denn gerüchteweise habe ich mitbekommen, dass sich Modemenschen nur von Coolness, Blitzlichtgewitter und Alkohol ernähren. Irgendwie sind mir bislang nur die ersten zwei Dinge so richtig bewusst gewesen, doch nachdem ich selbst die Woche über mehrere Gin Tonics (for free versteht sich) vor 15:00 getrunken und abends nochmal mit ein paar Bier und Drinks nachgeholfen habe, weiß ich auch, warum: Anders lässt es sich doch gar nicht ertragen. Da ist es nur noch eine Selbstverständlichkeit, dass sich der Kokser auf dem Messe-WC ungeniert über seinen soeben konsumierten Stoff freut. #soBerlin Danke fürs Erzählen und deinen dabei leicht verstörten Blick, M.



Auf eine Closing Party habe ich mich schon Wochen im Voraus gefreut. Nachdem ich mit meinen Mädels im letzten Januar so abgefeiert habe, habe ich ich umso mehr gefreut, diesmal mit ganzen sechzehn Mann/Frau anzurücken und zu tanzen. 
Outfit: Check. Location? Check. Sexy Partycrew? Double Check. Unsere Stimmung? Triple Check! Also auf der Party erstmal die nächste Bar aufsuchen, Gin Tonics und Moscow Mule abgreifen, mit paar Freunden und Bekannten Worte und Lachen austauschen und -. Nada. Irgendwie war die Stimmung tot. Fashion Week-Menschen, die klischeehafterweise mit ihren Drinks rumstanden, hier und da Blicke austauschten und die Tanzfläche vermieden. Wobei Letztere echt nicht besuchenswert war, die Musik lud echt nicht zum Tanzen ein (unsere halbstündigen Versuche entpuppten sich jedes Mal als Niete). Um zwei/drei Uhr war für uns Sense und wir fuhren heim.



Dennoch gab es Dinge, die die Fashion Week für mich immer besuchenswert machen: Die Unterhaltung im Zelt, wenn wieder lustig gekleidete Personen vor Kameras posieren, das Wiedersehen und Kennenlernen von (neuen) Menschen (Grüße an die liebe Kate) und einfach der Spaß, die tollen Magazine, die überall ausgegeben werden, das Entgleiten aus der Realität für ein paar Tage. Man sollte danach nur wieder Fuß fassen und den Anschluss an den Alltag nicht verlieren. (Hab ich schon die Magazine erwähnt??)



Romper: NA-KD* | Leaher Jacket: All Saints | Bralet: Forever 21 | Belt: & other stories | Bag: Fossil | Sandals: Vagabond | Sunglasses: RayBan | Earrings: Happiness Boutique*

Auch wenn Fashion ein krasses Business ist und definitiv seine Berechtigung hat (das zweifle ich gar nicht an), sollte man einfach nicht vergessen, dass sie auch Spaß machen soll. Es gibt schon genug ernste Dinge im Leben. Am Ende des Tages legen selbst die coolen Modemenschen ihre Designerteile ab und kriechen müde ins Bett. Es ist ja schließlich nicht jeden Tag Fashion Week.

Ein von Yoyó Kim ❥ Eros & Psyche (@yoyo.kim) gepostetes Foto am
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  1. Sehr schöner Beitrag mit wirklich tollen Bildern. :)

    Liebe Grüße
    jelaegbe.blogspot.de

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