Kolumne #8: Der Druck steigt + Minimalistic Outfit

Thursday, July 28, 2016



Es ist alles


Du kennst sie, diese schlaflosen Nächte. Insomnien, die dich stundenlang zwischen Laken hin und her winden und nicht zur Ruhe kommen lassen. Mal liegst du schlecht, mal ist dir zu heiß, mal wollen deine Füße einfach nicht warm werden. Lärm, (emotionaler) Stress, Krankheiten, schlechte Gewohnheiten tun ihr Übriges. Doch dann, wenn du schon gar nicht mehr daran geglaubt hast, kitzeln die Sonnenstrahlen dein Gesicht und wecken dich. Wenigstens für ein paar Stunden, Minuten. Minuten von Sorglosigkeit.




Eine Frage


Ich schlafe schlecht. Immer mal wieder. Es ist nicht gravierend oder von längerer Dauer, doch wenn ich um 03:36 mir ausrechne, wie viele Stunden mir bis zum nächsten Morgen bleiben, möchte ich weinen. Ganz ehrlich. Nicht nur, weil ich nur noch knapp vier bis fünf Stunden potentielle Ruhe habe, sondern weil ich schon wieder nicht abschalten kann. Beim siebenunddreißigsten möglichen Szenario höre ich auf zu zählen, anscheinend bin ich eingeschlafen.

Die dritte Nacht ohne Schlaf. Zumindest kein erholsamer oder ausreichender. Dabei esse ich ausgewogen, mache genug Sport, gehe früh genug ins Bett. Doch sie halten mich wach, diese Gedanken. "Was wäre, wenn" und "Hätte ich doch" heißen nur zwei meiner Bekanntschaften, die mir zu später Stunde Gesellschaft leisten. Mit ihnen verbringe ich schon mein halbes Leben und mittlerweile habe ich mich an sie gewöhnt und gelernt, ihnen Kontra zu geben. Es funktioniert. Die neuen, die mehr meiner Aufmerksamkeit bedürfen, sind eher "Du musst es mehr wollen", "Denk langfristig", "Wer bist du eigentlich?"


Wer bin ich? Das frage ich mich seit einer Weile. Existenzkrise? Nicht wirklich. Ich weiß, was ich mag, worin ich gut bin und worin ich noch Übung brauche, sogar was ich will und wie ich dahin komme. Du fragst dich, wo dann das Problem sei? Es ist mir nicht genug. Ich will die Beste sein, in allen Bereichen herausragend, exzellent, ungeschlagen sein. Doch der Weg dahin ist anstrengend und zehrt an mir. Selbst an mir. Es ist frustrierend. Die innere Stimme in mir sagt: "Wenn du dir noch etwas mehr Mühe gibst, dann bist du da, wo du immer sein wolltest." Wenn es nur eine einzige Stimme wäre, wäre ich wahrscheinlich schon längst dort. Doch es sind acht, neun, vierundzwanzig, die mich auffordern. So realistisch wie ich bin weiß ich, dass ich das alles nicht sein kann. Dass ich dafür vierundzwanzig Leben brauche. Mindestens.







Der Perspektive


Ich liege wieder wach. Es ist kurz vor Mitternacht und ich rate, wann ich wohl in den Leichtschlaf abdriften werde: 02:19. Mit einem Seufzer schließe ich die Augen.
Für einen Moment bin ich orientierungslos. Wo bin ich? Meine Hand greift nach dem blinkenden Handy. Eine Nachricht von dir: "Bist du noch wach? Was machst du?" Im Halbschlaf muss ich lächeln. Vielleicht bin ich nicht allein.





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